Aimilia Liontou

Aimilia Liontou

*1991 in Athen, GR
Ausgebildet in bildender Kunst und Raumstrategien,
setzt Aimilia Liontou sich in ihrer künstlerischen Praxis
mit Bedingungen und Problematiken des urbanen Raumes
aus einander. In ihren künstlerischen Interventionen,
bei denen sie unter anderem neue Technologien einsetzt,
beschäftigt sie sich mit der Frage, wie diese die Wahrnehmung
des Urbanen beeinflussen.

BESTOFF18
Traveler 2.0

BestOff 2018

Traveler 2.0

Durch das Internet, soziale Netzwerke und Apps hat sich unsere Art zu reisen stark verändert. Wir können heutzutage mithilfe unserer
Smartphones eine ganze Reise organisieren; wir können Flüge und Unterkünfte buchen, Informationen über Sehenswürdigkeiten oder Restaurants finden, Selfies machen, Bewertungen abgeben oder auf sozialen Netzwerken teilen. Jede Stadt, die Aimilia Liontou besuchte, erlebte sie wie eine echte Touristin. Mit einem kleinen Unterschied: Sie reiste mit ihrem Handy, während sie ihr Zuhause nie verließ. Und obwohl sie nichts bezahlte, war der Energieaufwand bei der Speicherung der Daten in der Cloud doch ungleich größer, als wenn sie wirklich gereist wäre. Jedes Objekt zeigt ihre gescannten und auf Plexiglas gravierten Fingerabdrücke, die am Ende jeder ihrer digitalen Reisen vom Bildschirm abgenommen wurden. Sie sind einzigartige Repräsentationen der (digitalen) Nicht-Orte, die immer dann entstehen, wenn wir auf den Bildschirmen unserer Smartphones scrollen, wischen oder tippen.

The Internet, social media and apps have changed the way we travel. Nowadays, we are able to organize a whole trip, from booking flights and accommodation, finding info about places to eat or visit to taking selfies, writing posts or reviews using only our smartphones. Liontou had a real tourist experience in each of the cities she visited with one small difference: she traveled with her smartphone while never leaving home. Although she did not pay anything this way, the amount of energy she spent on storing data in the cloud was
far more than she would have used if she had really traveled. Every object shows the scanned fingerprints from her smartphone’s screen, laser-engraved on plexiglass, that have been taken each time she traveled digitally in one of four cities. They are unique representations of the (digital) non-places that are created every time we scroll, swipe or type on our smartphone screens.

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