Colin Linde

Colin Linde

*1988 in Göttingen/DE, lebt und arbeitet in Wien
2017 Diplom Bildende Kunst / Bildhauerei – transmedialer Raum

BESTOFF17
In Random Order
2017, ortsbezogene Installation

BestOff 2017

In Random Order

2017, ortsbezogene Installation

Colin Linde zeichnet als Bildhauer im Raum. „In beliebiger Reihenfolge“ ordnet er farbig gestaltete Holzlatten an. Dabei überträgt er das Prinzip des „Doodling“ – der ungeplanten Zeichnung – in den realen Raum. Aus vor Ort zugeschnittenen Staffelhölzern entstehen geometrische Objekte, die sich als „unerwartete Fremdlinge“ temporär in ihre Umgebung einfügen. Über Wochen entstanden in Wien dreidimensionale Zeichnungen, die fotografisch dokumentiert als Diplomarbeit präsentiert wurden. Für BestOff 2017 führt er seine Arbeit an der Schnittstelle zum urbanen Raum weiter.

Für den vom Graffiti kommenden Künstler liegt die Aneignung des öffentlichen Raums und das Crossover zwischen den Disziplinen nahe. Seine Interventionen spielen mit der Ästhetik der digitalen Kunst und Grafik und entwickeln sich von der malerischen Auseinandersetzung mit der Wand über eine Beschäftigung mit der Linie weiter zur Ausfaltung ins Dreidimensionale. Lindes zweckfreie, sich oft selbst überlassene Plastiken fordern erhöhte Aufmerksamkeit ein und signalisieren die Inbesitznahme des Raums mithilfe von leuchtenden, lumineszierenden Neonfarben oder dem markanten Schwarz-Gelb von Warnlinien. In konsequenter Fortführung dieser Haltung hat Linde die Wiener Galerie Oxymoron mitbegründet, die sich für eine Verbindung von Graffiti, Street Art und Bildender Kunst und deren Vermittlung engagiert.

(Genoveva Rückert)

Sculptor Colin Linde transfers the practice of “doodling” – which describes the process of unplanned drawing – into the exhibition space, using colored wooden planks, in a piece called In Random Order. Within the context of BestOff 2017, he will be expanding his work at the edge of urban space. His interventions relate to the aesthetics of digital art and graphics, progressing from painting on walls to an engagement with the element of the line all the way into three-dimensional space.

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