Eginhartz Kanter

Eginhartz Kanter

*1984 in Deutschland, lebt und arbeitet in Linz
seit 2009 Bildende Kunst / Experimentelle Gestaltung
seit 2012 Bildende Kunst / Kulturwissenschaften

BESTOFF17
Aufstieg
2016, Video, 03:11 min

BESTOFF16
entre-temps, Nr. 3 / Nr. 4 / Nr. 6

BestOff 2017

Aufstieg

2016, Video, 03:11 min

Streifzüge durch urbane Lebenswelten und periphere Landschaften bestimmen Enginhartz Kanters Arbeit. Es sind der Raum und die Öffentlichkeit, die er in ihren verzweigten Formen aufspürt und seziert. Als Ausgangspunkt für seine künstlerischen Interventionen wählt Kanter häufig architektonische Situationen, die als Einkerbungen Sub-Urbanität markieren.

Eginhartz Kanter operiert oftmals an der Schwelle vom Standbild zum Bewegtbild. Im Video Aufstieg scheint das Bild angehalten worden zu sein; die Wand eines Wohnhauses steht zunächst isoliert in der Natur. „Es ist ein Versuch, der massiven Ästhetik eines brutalistischen Wohnblocks eine poetische Geste entgegenzusetzen.“ Die Starre des Bildausschnittes wird erst mit dem Erscheinen, Eindringen einer Person aufgelöst. Ballone tänzeln an der Mauer empor, hinterlassen gesprühte Spuren und markieren so auf wundersame Weise ihr Dasein. „Die Koexistenz von Natur und Ruine wird hier durch die Aktion eines Protagonisten gebrochen.“

(Stefanie Schiefermair)

Eginhartz Kanter’s poetic work is often initiated within common spacial situations. His video, Aufstieg (Rise), attempts to add a poetic gesture to the aesthetic of a brutalist block of flats. Balloons are seen dancing along the walls leaving sprayed traces, thus marking their presence.

BestOff 2016

entre-temps, Nr. 3 / Nr. 4 / Nr. 6

Eginhartz Kanter analysiert in seiner künstlerischen Arbeit die differenten Formen des öffentlichen Raumes. Landschaftsarchitektonische Einkerbungen oder (sub)urbane Interventionen bilden oftmals das Fundament für eine subtile bis leicht humoristische Beschäftigung mit dem großen Aspekt der Öffentlichkeit.

In der dreiteiligen Fotoserie entre-temps widmet sich Eginhartz Kanter dem zeitgenössischen Phänomen des „Urban Sprawl“ – der landschaftlichen Zersiedelung durch sukzessive Verbauung von Fläche. Die gezeigten Industrie- und Handelsareale werden außerhalb ihres singulären Funktionskonzepts zu beinahe hermetischen Orten der Stille, in denen der menschliche Urheber nur noch diffus in den unscharfen Schlieren der Langzeitbelichtung verortet werden kann.

Die Postkartenserie noisescapes – Greetings from Austria, inszeniert die landschaftsprägenden Elemente von sogenannten Lärmschutzwänden als skulptural ästhetische Monumente. (Moritz Pisk)

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