Felix Pöchhacker

Felix Pöchhacker

*1981 in Salzburg, lebt und arbeitet in Linz
2017 Diplom Bildende Kunst / Bildhauerei – transmedialer Raum

BESTOFF17
What the Fo'c'sle?
2017, Installation

BESTOFF16
opposites and further damages

untiteld

BestOff 2017

What the Fo'c'sle?

2017, Installation

Mit grundsätzlichen Fragestellungen der Bildhauerei beschäftigt sich Felix Pöchhacker in seinen Arbeiten. Fragen nach Display und Repräsentation, Materialität und Raum tauchen auch in What the Fo‘c‘sle? auf, wo er diese anhand der literarischen Vorlage Moby Dick oder: Der Wal aufgreift. Den 1851 erschienenen Roman von Herman Melville untersucht er inhaltlich und formal auf seine skulpturalen Aspekte. Subtil spielt er mit Motiven des Klassikers, verweist mitunter aber auch ganz unmittelbar auf das Buch. So taucht in der Arbeit eine ganz konkrete, zentrale Figur des Romans auf: der erste Steuermann auf dem Walfänger Pequod namens Starbucks – und zwar in Form eines Ka eebechers der gleichnamigen Franchisekette, der in einem in Beton gegossenen Becherhalter steht. Oder eine tiefblaue Kunststoffplane, mit Messingösen an der Wand befestigt, die auf den ersten Blick an einen Schweißvorhang in einer Werkstätte denken lässt, zugleich aber auch ein Fenster ist, das den Ausblick auf die unendliche Weite des Meeres öffnet. Die vielfältigen nautischen, materiellen und maritimen Komponenten des Romans transformiert Pöchhacker in eine ästhetische Formensprache, die die adäquate Übersetzung des Originals nun um eine skulpturale Ebene erweitert. Im Sinne einer bildhauerischen Auseinandersetzung fasziniert What the Fo‘c‘sle? daher genauso wie Melvilles Roman und nimmt uns mit auf eine eindrückliche Reise.

(Maria Venzl)
(Fotocredits: Christel Kiesel de Miranda)

Sculptor Felix Pöchhacker focuses on essential issues surrounding his medium of choice. His work What the Fo‘c‘sle? poses questions regarding the mode of display and representation, as well as the use of material and choice of space. His approach is based on the novel Moby Dick by Herman Melville, integrating components of the story in his work in a phsysical and aesthetic manner.

BestOff 2016

opposites and further damages

Oft ist der Ausgangpunkt vieler zunächst rein formal anmutender Arbeiten von Felix Pöchhacker ein gesellschaftspolitisches Thema, das in Zusammenhang mit „Arbeit“ steht. Es geht aber nie um Illustration und didaktische Übersetzung, sondern darum, das ihm vertraute Milieu in Fragen des Skulpturalen – Materialität, Display und Körperlichkeit – zu überführen und in eine formale und inhaltliche Abhängigkeit und dichte Materialisierung zu bringen.

Seine Arbeitsmethode besteht darin, das Inhaltliche zunächst durchaus etymologisch zu zerlegen und die unterschiedlichen Bedeutungsebenen zu sortieren: Dass sich das französische „le travail“ beispielsweise von einem Folterinstrument ableitet oder das Wort Sabotage von den bekannten Tools (Bremsschuhen) an Bahnanlagen stammt. Die einzelnen Positionen und Teile seiner subtilen Installation ergänzen sich gegenseitig und ergeben dann wie einzelne Wörter in Summe einen Satz. Die konzeptuelle und formale Strenge seiner Arbeiten spricht eine Einladung an den Betrachter aus, sich mit diesem Komplex in einer offenen Lesart zu beschäftigen. Wie Felix Pöchhacker meint ist „das Eigentliche, die ,politische‘ Stärke der Kultur / Bildenden Kunst, dass sie nur im Dialog funktioniert.“ (Genoveva Rückert)

BestOff 2016

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Oft ist der Ausgangpunkt vieler zunächst rein formal anmutender Arbeiten von Felix Pöchhacker ein gesellschaftspolitisches Thema, das in Zusammenhang mit „Arbeit“ steht. Es geht aber nie um Illustration und didaktische Übersetzung, sondern darum, das ihm vertraute Milieu in Fragen des Skulpturalen – Materialität, Display und Körperlichkeit – zu überführen und in eine formale und inhaltliche Abhängigkeit und dichte Materialisierung zu bringen.

Seine Arbeitsmethode besteht darin, das Inhaltliche zunächst durchaus etymologisch zu zerlegen und die unterschiedlichen Bedeutungsebenen zu sortieren: Dass sich das französische „le travail“ beispielsweise von einem Folterinstrument ableitet oder das Wort Sabotage von den bekannten Tools (Bremsschuhen) an Bahnanlagen stammt. Die einzelnen Positionen und Teile seiner subtilen Installation ergänzen sich gegenseitig und ergeben dann wie einzelne Wörter in Summe einen Satz. Die konzeptuelle und formale Strenge seiner Arbeiten spricht eine Einladung an den Betrachter aus, sich mit diesem Komplex in einer offenen Lesart zu beschäftigen. Wie Felix Pöchhacker meint ist „das Eigentliche, die ,politische‘ Stärke der Kultur / Bildenden Kunst, dass sie nur im Dialog funktioniert.“ (Genoveva Rückert)

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