Julia Heinisch

Julia Heinisch

*1990 in Linz, lebt und arbeitet in Wien und Linz
2012 Bachelor Kunstgeschichte, Universität Wien
seit 2012 Masterstudium Kunstgeschichte, Universität Wien
seit 2013 Bildende Kunst / Bildhauerei – transmedialer Raum

BESTOFF17
Kopfkontrolle
2017 Objekt, Fotoserie

BestOff 2017

Kopfkontrolle

2017 Objekt, Fotoserie

Julia Heinisch erweitert intuitive und reduzierte Skizzen zu Objekten, Wandmalereien und Grafiken, welche vorwiegend verschiedene Zustände und deren Übergänge thematisieren. Die gewählten Motive und Inhalte sind eng mit dem Momenthaften verbunden und befinden sich in steten Metamorphosen. In ihren Arbeiten sind Teile dessen, was einmal war, ebenso zu erkennen wie das, was im Entstehen begriffen ist.

Die Erscheinung von Menschen wird davon dominiert, wie Haar gezeigt oder verborgen wird; Haar dient als körpereigener Schmuck und individuelles Statement. Oft glauben wir auch, daraus Details über Herkunft, Kultur, Religion oder soziale Schicht ableiten zu können. Haar ist also ein starkes visuelles Merkmal, das Zugehörigkeit markiert. Damit ähnelt es gewissermaßen einer Flagge, die ebenfalls als Symbol und Informationsmedium über größere Distanzen fungiert. Die Arbeit Kopfkontrolle verbindet ein Kunstfaserperückenteil mit einer Eisenstange zu einem flaggenähnlichen Objekt. Dieses steht als Zeichen für selbst bestimmten weiblichen Widerstand gegen uniforme Betrachtung und Bewertung sowie als Aufforderung zur Veränderung von gesellschaftlichen Normen und eigenen soziokulturellen Standpunkten.

(Julia Heinisch und David Wittinghofer)

Kopfkontrolle (Head Control) is a work by sculptor Julia Heinisch. She deals with the female headdress as a presumed statement and embodiment of belief system, religion and culture, combining it with the flag as a common representational instrument. Her work is to be understood as a statement of female revolt against judgmental thinking.

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