Sybille Bauer

Sybille Bauer

*1989 in Linz, lebt und arbeitet in Wien und Linz
seit 2014 Zeitbasierte Medien

BESTOFF17
Die übrigen Mädchen
2016, Experimentalfilm, 12:00 min

BestOff 2017

Die übrigen Mädchen

2016, Experimentalfilm, 12:00 min

Sybille Bauers Filmarbeiten sind Konfrontationen mit dem Unbequemen. Die Künstlerin richtet ihren intimen, feministisch geprägten Blick auf die menschliche Gefühls- und Erfahrungswelt. Sprach- und Textmaterialien wie Tonaufnahmen ihrer Großmutter, das Krankheitstagebuch ihres verstorbenen Vaters oder die Bibel dienen als Quellen. Bauer entnimmt den Erzählungen von Krankheit, Tod und Gewalt essenzielle Textfragmente und kontextualisiert diese mittels Aneignung und Reinszenierung neu.

„Die Kamera zieht durch dunkle, abstrakte Räume. Ein junges Mädchen flüstert im Off. Der Inhalt einer biblischen Geschichte wird zu einem gegenwärtigen Zustand.“ Im Werk Die übrigen Mädchen wird nur wenig gezeigt, nicht viel gesagt, und es entsteht eine starke Kluft zwischen Inhalt und Form. Die Reduktion der Erzählweise betont die Brutalität und Gewalt des Erzählten. Die experimentellen Filme von Bauer evozieren beklemmende Gefühle, bewegen nachhaltig und regen zum Denken an. Ist es doch auch
Aufgabe der Kunst, unbequem zu sein.

(Victoria Windtner)

Sybille Bauer’s films tend to be confrontations with unpleasant and awkward situations. Her work is highly intimate, featuring glimpses of her private life such as tape recordings of her grandmother and the diary of her deceased father. She plunges into a pool of human emotions and experiences with a sensitive and
feminist approach. In her work, Die übrigen Mädchen (The Remaining Girls), she takes the viewer through obscure spaces. A young girl whispers in the background. The contents of a biblical story are turned into a present state.

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